Gefahr für Mensch und Material

Jeden Tag werden wir mit ihnen konfrontiert, teilen uns mit ihnen den Lebensraum: den Insekten. In den meisten Fällen nehmen wir die kleinen Lebewesen gar nicht wahr, mehr oder weniger ungestört können sie auch in den menschlichen Behausungen in relativer Sicherheit und mit reichlichem Nahrungsangebot ihr kurzes Leben verbringen.

Insekten und die verschiedensten Kriechtiere gehören zu unserem täglichen Leben dazu, sie sind ein wichtiger Teil im ökologischen Kreislaufsystem. Viele Tiere, die sich mit dem Menschen den Lebensraum teilen, werden als Schädling bezeichnet. Das umfasst sowohl viele Insekten, als auch verschiedene Wirbeltiere und Vögel.

So wird die Taube, die seit vielen Jahrhunderten zum städtischen Bild gehört, zwischenzeitlich als Schädling bezeichnet. In der Stadt fehlen in der Regel die natürlichen Fressfeinde, die die Zahl der Tauben in Grenzen halten würde. Hinzu kommen noch unzählige Taubenfreunde, die die Tauben regelmäßig füttern. Auf diese Weise konnte sich die Taubenpopulation in den Städten, und hier handelt es sich nicht um ein regional begrenztes Problem, explosionsartig vergrößern. Die Taube an sich ist dabei aber nicht das Problem. Wenn sie sich auf Gebäude oder ähnlichem niederlässt, hinterlässt sie keine bleibenden Schäden. Das eigentliche Problem liegt in ihren Ausscheidungen. Diese sind nicht nur äußerst aggressiv, sie enthalten auch verschiedene Krankheitserreger, die sowohl für Menschen als auch für Tiere gefährlich werden können. Wie bereits erwähnt, ist der Kot der Tauben sehr aggressiv. Die Oberfläche von Fassaden oder Denkmäler werden durch den Taubenkot stark beschädigt, unternimmt man nichts gegen die Verschmutzung. Das Zauberwort in solch einem Fall heißt Vorbeugung. Um zu verhindern, dass sich die Schädlinge an bestimmten Orten niederlassen, werden Maßnahmen wie Netze oder Nagelleisten angebracht. Sie verhindern, dass Tauben sich an diesen Stellen niederlassen können.

Um eine Beschädigung von Fassaden etc. zu verhindern, ist eine umfassende Reinigung der betroffenen Stellen unumgänglich. In vielen Fällen ist eine aufwändige Restauration der Fassaden oder häufig auch von Denkmälern, die durch den Taubenkot beschädigt wurden, notwendig.

Aber nicht alle Schädlinge sind für das menschliche Auge sofort sichtbar. Verschiedene Pilze und Mikroorganismen wirken sich ebenfalls schädlich auf den menschlichen Organismus aus. So zum Beispiel der Schimmelpilz. Oft verborgen im Mauerwerk setzt er sein heimtückisches Werk der Zerstörung fort. Für den Menschen bedeutet eine Belastung der Raumluft durch Schimmelpilze eine deutlich erhöhte Krankheitsrate. Aber auch das Material, das von Schimmelpilz befallen wurde, wird stark in Mitleidenschaft gezogen. Und in vielen Fällen bleibt als letzte Konsequenz nur der Austausch des verschimmelten Materials.

Der Mensch hat viele Lebensformen als so genannte Schädlinge eingestuft. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Insekten handelt, ob es Mäuse oder Tauben sind oder ob die Schädlinge nur unter dem Mikroskop zu sehen sind. Wird ein Befall von Schädlingen festgestellt, wird gehandelt. Dabei kommen die unterschiedlichsten Methoden zum Einsatz. Und wenn die Selbsthilfe versagt, bedarf es der Hilfe von einem Fachmann.